Rubjerg Knude Fyr
Ny

Rubjerg Knude Fyr

Der Leuchtturm im Sand

Thorsten Kuhlmann

Romaner & noveller

Paperback

876 sider

ISBN: 9788743074717

Forlag: BoD - Books on Demand

Udgivelsesdato: 04.11.2026

Sprog: Tysk

Nøgleord: Rubjerg Knude Fyr, Leuchtturm Dänemark, Lønstrup, Roman nach wahren Begebenheiten, Leuchtturmwärter

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Ein Blitz. Dunkelheit. Zwei Blitze. Dunkelheit. Alle dreißig Sekunden.

1891 ist die Küste vor Rubjerg Knude in Nordjütland noch dunkel. Schiffe stranden, Seeleute ertrinken. In Kopenhagen kämpft der Direktor der Leuchttürme um das Geld für einen neuen Turm. Am 27. Dezember 1900 brennt auf der Düne zum ersten Mal das Licht. Siebenundsechzig Jahre lang leuchtet es über die Nordsee. Neben dem Turm leben die Wärter mit ihren Familien. Nacht für Nacht steigen sie die neunundneunzig Stufen hinauf. Morgens schaufeln sie den Sand von den Türen. Mehr als einmal strandet ein Schiff direkt vor ihren Fenstern. In den Weltkriegen treiben Minen an die Küste, und ein Sohn der Station bezahlt seinen Mut mit dem Leben.

1968 erlischt das Licht. Doch auf der Düne geht das Leben weiter. Im leeren Leuchtturm entsteht ein Museum über den Sand, und jeden Morgen müssen die Eingänge freigeschaufelt werden. Ein Schmied wird Dünenvogt. Mit seiner Stute Stine gräbt er Kiefernzweige in die Düne, damit der Wind den Sand nicht forttreibt. In der Cafeteria am Turm duftet es nach frisch gebackenem Kringel, und Stine bekommt die Enden. Dann begräbt die Düne die Häuser, und die Kirche auf der Klippe wird Stein für Stein abgetragen. Der Abgrund rückt immer näher an den Turm. Bis ein Maurer aus Lønstrup eine Idee hat und der ganze Turm 2019 siebzig Meter landeinwärts geschoben wird.

Die Wärter und ihre Familien, die Schiffe, die vor dem Turm strandeten, und die Menschen, die nach ihnen kamen, hat es wirklich gegeben. Thorsten Kuhlmann hat sie in Kirchenbüchern, Polizeiberichten und alten Zeitungen gefunden und Menschen befragt, die dort gelebt und gearbeitet haben. Daraus ist ein Roman geworden, der die ganze Geschichte dieses Ortes erzählt, von 1891 bis heute. Mittendrin liegt Lønstrup, das kleine Dorf an der Küste, mit seinen Rettungsmännern, Fischern und Nachbarn. Wer das Buch gelesen hat, geht anders durch Lønstrup, über die Düne und hinauf in den Turm. Und weiß, wer hier gelebt hat.
Thorsten Kuhlmann

Thorsten Kuhlmann

Thorsten Kuhlmann stand im Herbst 2019 zum ersten Mal am Rubjerg Knude Fyr, kurz bevor der Turm versetzt wurde. Sein erster Gedanke war: »Och Mann, ein Leuchtturm ohne Licht, wie doof.« Dann fragte er sich, wie es gewesen sein muss, dort oben zu leben, mit dem Sand, dem Wetter, den Kindern und den Tieren. Ein Buch darüber fand er nicht. Es gab Zahlen zu Höhe, Lichtstärke und Baujahr, aber nichts über die Menschen. Also beschloss er, es selbst zu schreiben.

Er suchte in Archiven, alten Zeitungen, Kirchenbüchern und Volkszählungen. Er schrieb Nachfahren der Wärter in Dänemark, Kanada und Österreich an und bekam Antworten. Aus Namen in alten Dokumenten wurden Menschen, und mit manchen von ihnen ist er bis heute in Kontakt.

Dänemark ist für ihn und seine Familie ein zweites Zuhause. Mindestens zweimal im Jahr sind sie in Jütland, oft an der Küste zwischen Løkken und Lønstrup. Seit 2024 betreibt er die Seite Dänemark.Guide. Sein erster Roman, »Die Seehexe von Skagen«, spielt an der Nordspitze Dänemarks. »Rubjerg Knude Fyr« ist sein zweiter.

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